Ohranlegeplastik

Abstehende Ohrmuscheln beeinträchtigen die seelische Gesundheit bereits in Kinderjahren.
Häufig beginnen Spott und Hänseleien im Kindesalter, aber auch Erwachsene leiden hierunter. Etwa vier Millionen Deutsche haben abstehende Ohren. Die Korrektur abstehender Ohrmuscheln ist somit einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe der ästhetischen Chirurgie.

Ästhetische Gesichtsoperationen finden zwar erst in den letzten Jahren eine zunehmende Akzeptanz in der Gesellschaft; dies gilt jedoch nicht für die Ohranlegeplastik. Diese ist bereits seit langem und auch bei Kindern voll gesellschaftlich akzeptiert. Das Ergebnis ist in der Regel außerordentlich gewinnbringend für den Patienten. Hänseleien bei Kindern werden vermieden und das Selbstwertgefühl wird in jedem Lebensalter deutlich gestärkt. Die häufigste Ursache für eine abstehende Ohrmuschel ist eine vermindert ausgebildete Faltenbildung der Ohrmuschel. Diese kann durch verschiedene spezielle Naht- und Schnitttechniken unter der Haut normalisiert werden.

Das Ohr ist bereits im 6. Lebensjahr zu 90% ausgewachsen und verändert anschließend seine Form nicht mehr wesentlich. So ist die Ohranlegeplastik ab dem 5-6. Lebensjahr möglich und auch empfohlen. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Ein Ohrmuschel­verband verbleibt für 4-6 Tage, und im Anschluss wird für 14 Tage nachts ein Stirnband getragen. Die Fäden hinter der Ohrmuschel werden nach 8-10 Tagen entfernt, oder es werden selbstauflösende Fäden verwendet. Die Schwellung und Rötung der Ohrmuscheln bildet sich nach etwa 7-14 Tagen zurück.