Nasenkorrekturen

Schöne Augen, sind der Blickfang eines Gesichtes. Ein schöner Teint ist die Fassade des Gesichtes, und auch der Mund wird meist bei der Beurteilung attraktiver Gesichter hervorgehoben. Die Nase wird jedoch gewöhnlich bei der Beschreibung attraktiver Personen nicht besonders erwähnt oder hervorgehoben.

Aber die Nase ist das Zentrum unseres Gesichtes. Die Mitte unserer Identität. Mit ihr steht und fällt das ästhetische Empfinden über ein Gesicht. Steht die Form der Nase im optimalen Verhältnis zu den übrigen Proportionen eines Gesichtes, wird dieses als attraktiv wahrgenommen. Bereits geringe Abweichungen zwischen den Proportionen der Nase und denen des übrigen Gesichtes werden als unschön wahrgenommen.

Der ästhetische Eindruck wird unbewusst vermittelt; er ist jedoch sehr wohl genau analysierbar und unterliegt nachvollziehbaren Regeln und Normen. Bereits hier setzt das analytische Erkennen und Planen des Nasenchirurgen an. Am Anfang steht oft nur eine unbestimmte und vage Empfindung des Patienten, der seine Nase als zu groß oder zu klein empfindet. Ein Höcker wird beklagt oder eine schiefe Nase.

Nach einer genauen Untersuchung und Analyse ist es die Aufgabe des Operateurs, dem Patienten die Möglichkeiten und Notwendigkeiten aufzuzeigen, seine Nase den Gesichtsproportionen anzupassen. Die Computersimulation ist hier eine gute Methode zur Veranschaulichung und Planung.

Meine Philosophie der Nasenchirurgie hat als oberste Prämisse, die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der plastischen Nasenchirurgie aufzuzeigen. Der Patient soll eine realistische Vorstellung haben, was in seinem individuellen Fall das Optimum darstellt.

Der große Vorteil der plastischen HNO Chirurgie – im Gegensatz zur rein ästhetischen Chirurgie - ist das Wissen, das Können und das Einbeziehen der Organfunktion. Gerade in der Nasenchirurgie spielt die Verbesserung bzw. Aufrechterhaltung der Nasenfunktion eine zentrale Rolle. So wird bei jeder Planung nicht nur die äußere Form, sondern auch die innere Form und die Funktion der Nase berücksichtigt. Nicht selten kann beides deutlich verbessert werden: die Form und die Funktion der Nase.
Bei der Formveränderung der Nase (Rhinoplastik) unterscheidet man grundsätzlich zwei unterschiedliche operative Zugangswege. Einmal verwendet man ausschließlich Schnitte im Inneren der Nase (geschlossener Zugang). Bei der so genannten offenen Technik macht man zusätzlich einen kleinen Schnitt am Nasensteg (zwischen den Nasenlöchern). Von mir werden beide Verfahren angewendet und angeboten, wobei ich bei Veränderungen im Bereich der Nasenspitze den offenen Zugang bevorzuge, da hierdurch eine deutlich bessere Kontrolle über die Symmetrie besteht und das Langzeitergebnis besser kontrolliert werden kann.
Nach Nasenkorrekturen können Blutergüsse der Augenlider entstehen, die in der Regel nach zwei, spätesten drei Wochen verschwunden sind. Ein Nasengips verbleibt für 10 Tage. Der Eingriff wird in Vollnarkose und üblicherweise ambulant durchgeführt. Sollte eine stationäre Therapie mit Übernachtung in der Klinik gewünscht werden, ist dies problemlos möglich.